Abgasskandal: LG Düsseldorf verurteilt BMW wegen Verwendung eines Thermofensters zu Schadensersatz

Der Auto­her­steller BMW muss dem Käufer eines BMW X1 (Abgas­norm Euro 5), in dem ein Ther­mofen­ster ver­baut ist, wegen vorsät­zlich­er sit­ten­widriger Schädi­gung gemäß § 826 BGB Schadenser­satz zahlen. Dies hat das Landgericht Düs­sel­dorf mit Urteil vom 31.03.2020 entsch­ieden. Das LG habe das Ther­mofen­ster als unzuläs­sige Abschal­tein­rich­tung eingestuft (Az.: 7 O 67/19).

LG: Thermofenster dient nicht dem Motor- und Bauteilschutz

Das Landgericht Düs­sel­dorf hat fest­gestellt, dass lediglich im Tem­per­aturbere­ich zwis­chen 17 und 33 Grad die Stick­ox­ide in den Abgasen deut­lich reduziert wer­den. In den Tem­per­aturbere­ichen darüber und darunter funk­tion­iere die Abgas­min­derung gar nicht oder nur reduziert, so das Landgericht. BMW hat­te argu­men­tiert, ein solch­es Ther­mofen­ster diene dem Motor- und Bauteilschutz. Das Landgericht ist dieser Argu­men­ta­tion jedoch nicht gefol­gt. Der Kläger kann nach der Entschei­dung des Gerichts das manip­ulierte Fahrzeug an BMW zurück­geben und erhalte im Gegen­zug eine Schadenser­satz­zahlung. BMW selb­st hält das Urteil für unrichtig und hat bere­its Beru­fung vor dem Ober­lan­des­gericht Düs­sel­dorf ein­gelegt.

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.